FAMILIEplus
Das Bündnis
Zu Beginn des Jahres 2008 fand sich auf Initiative von Dekan Richard Haug ein Aktionskreis mit Vertretern der Kirchen, Freien Träger, Städten und Gemeinden sowie des Landkreises zusammen. Dieses Gremium bereitete die am 30. Juni 2008 stattgefundene Impulsveranstaltung vor. Rund 100 Personen besuchten diese Veranstaltung und entwickelten in Werkstätten erste Ideen für mehr Familienfreundlichkeit im Landkreis Schwäbisch Hall.
Am 23. Oktober 2008 wurden dann zusammen mit dem Staatssekretär im Bundesfamilienministerium Gerd Hoofe bei der Firma Fertighaus Weiss in Oberrot-Scheuerhalden das Bündnis für Familie im Landkreis Schwäbisch Hall gegründet.
Hier können Sie die Bündnispartner als pdf-Datei herunterladen.

Gründungsveranstaltung
100 Paten für Familien
Ob Kommunen und Betriebe passgeneaue Angebote für Familien bieten, auch daran hängt der Wohlstand des Kreises. Mehr als 100 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden gründeten das "Lokale Bündnis für Familien".
von Elisabeth Schweikert
Oberrot. Ein ungewöhliches Bild in der Fertighausfirma Weiss in Scheuerhalden: Ein Schlauchboot mit der Aufschrift "Explorer" und zahllosen Püppchen an Bord steht am Rande der zum Festsaal umdekorieten Maschinenhalle. Die Gäste - Bürgermeister, Vertreter von Unternehmen, Behörden und Sozialverbänden - stecken ihr Papiersegel einem der Püppchen an. Mit dieser symbolischen Geste zeigen sie, dass sie bereit sind, mit auf die Reise zu gehen von der noch nicht klar ist, wohin sie führt. Den Kompass haben die Beteiligten indes bei der Gründungsfeier des "Lokalen Bündnisses für Familien" auf ihr Ziel ausgerichtet: Sie wollen in ihrem Betrieb, in der Gemeinde, mit ihrer Organisation die Bedingungen für Familien verbesssern. Bekenntnisse zu familienfreundlichen Gemeinden, Unternehmen, Regeionen gibt es schon einige Jahre. Was zeichnet dieses Bündnis aus, was garantiert, dass es nicht bei schönen Worten bleibt? Gerd Hoofe, Staatsekretär im Bundesfamilienministerium, verweist auf das breite Bündnis im Kreis Hall, dass ihresgleichen suche: Fast alle Gemeinden sind Mitglied, Sozialverbände, Gewerkschaften und auch rund ein Dutzend Betriebe. Auch die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammern sind mit im Boot.
Hoofe berichtet auch von den Erfolgen der 517 bestehenden Bündnisse in der Republik. Meist seien es keine spektakulären Projekte, sondern viele kleine Maßnahmen, die Familien den Alltag erleichtern. Da richtet beispielsweise ein Bündnis eine Notfallbetreuung ein, falls jemand ein krankes Kind hat und dennoch zur Arbeit muss. Ein anderes schreibt den Wettbewerb "Familienfreundlichstes Unternehmen" aus, wieder andere organisieren Schulungen zur Erziehung. Die Bandbreite ist groß. Auch im Landkreis Hall. Bei der Gründungsversammlung stellen Mitglieder der Initiativgruppe einzelne Ideen vor. Wolfgang Binnig, Bürgermeister in Michelfeld, sagte: "Wir haben schon so viel Gutes im Kreis. Wir wollen auf diesen Ideen aufbauen." So sollen bewährte Projekte einer Gemeinde in anderen kopiert werden, Kontakte zwischen den Beteiligten gekünpft werden. Ein konkretes Angebot stellte Dr. Karin Eißele-Kraft, die Frauenbeauftragte der Stadt Hall, vor: Am 27. November gibt es in der Bausparkasse ein Seminar für kleine Unternehmen. Dabei geht es um die Frage, wie sich Betriebe familienfreundlich ausrichten können. Schuldekan Wolfgang Schatz will mit dazu beitragen, dass Schulen Kooperationspartner für ihre Ganztagesbetreuung finden. Sozialdezernet Haag rückt den Fokus auf verbesserte Angebote für Familien, die ältere Angehörige zu Hause pflegen. Werner Hepp, AWO-Geschäftsführer, will Mentoren gewinnen, die jungen Migranten in der Berufssuche beistehen.
Knapp 100 Bündnispartner schrieben am Donnerstag ihren Namen in das Gründungsbuch. Die Federführung obliegt dem Haller Dekan Richard Haug. In der Famiienbildungsstätte im Brenzhaus wird Annette Cölsch-Limbacher Ansprechpartnerin für alle Beteiligten sein. Bei ihr sollen alle Fäden zusammen laufen. Die Schirmherrschaft für das Bündnis hat Landrat Gerhard Bauer. Das Familienmisterium bietet über das zentrale Servicebüro in Bonn Flankenstellung. Dieses organisiert den überregionalen Austausch.
Mit freundlicher Genehmigung des Haller Tagblatts.
Hier können Sie das Fotoalbum zur Gründungsveranstaltung anschauen.

Bündnisziel
Ziel des Bündnisses für Familie im Landkreis Schwäbisch Hall FAMILIEplus ist es, Familienfreundlichkeit im Landkreis Schwäbisch Hall als feste politische und gesellschaftliche Größe zu verankern. Die Bündispartner engagnieren sich für ein gesellschafltiches Klima, in dem Kinder willkommen sind, Familien sich wohlfühlen und das Zusammenleben der Gernationen undKulturen gefördert wird. Durch gemeinsames Handeln der Bündnispartner vor Ort profitieren Familien, Privatwirtschaft und öffentliche Hand unmittelbar.
Die Bündnispartner verfolgen gemeinsam das Ziel in den fünf Handlungsfeldern
- Familienfreundlichkeit im Betrieb
- Erziehung, Bildung und Betreuung
- familienfreundliches Wohnumfeld
- Gesundheit & Pflege
- Miteinander der Generationen
Initiativen, Projekte und Maßnahmen zu verwirklichen.
Hier können Sie sich die Bündnisdeklaration als PDF-Datei anschauen, die die Bündnispartner unterzeichnet haben.
Termine und Veranstaltungen
Termine finden Sie auf der Bündnishomepage http://www.familie-plus-sha.de.
Informationen - Kontakt
Bei Fragen, Anregungen und Informationen besuchen Sie die Bündnishomepage http://www.familie-plus-sha.de
Oder Sie wenden sich an die Bündnisgeschäftsstelle unter:
FAMILIEplus
im Landkreis Schwäbisch Hall
c/o Familienbildung
Mauerstraße 5
74523 Schwäbisch Hall
Fon: 0791/94674-140
Fax: 0791/94674-2840
fbs@brenzhaus.de
http://www.familie-plus-sha.de
Ansprechpartnerin bei der Geschäftsstelle ist Annette Cölsch-Limbacher.
Die Geschäftsordnung des Bündnisses FAMILIEplus können Sie hier als PDF-Datei ansehen.
Informationen zur Bundesinitiative Lokale Bündnisse für Familie erhalten Sie unter www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de/